{"id":17058,"date":"2024-02-28T08:00:23","date_gmt":"2024-02-28T07:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.clib-cluster.de\/?p=17058"},"modified":"2024-05-08T14:08:46","modified_gmt":"2024-05-08T12:08:46","slug":"clib-international-conference-2024-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.clib-cluster.de\/de\/clib-international-conference-2024-rueckblick\/","title":{"rendered":"CLIB International Conference 2024: Biomanufacturing a greener future"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14252 size-full\" src=\"https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024.jpg 1024w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024-300x69.jpg 300w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024-768x176.jpg 768w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024-705x162.jpg 705w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024-450x103.jpg 450w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/CIC2024-Banner-1024-600x138.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #008080;\">Biomanufacturing <\/span><\/strong>stellt ein m\u00e4chtiges Werkzeug dar, um unsere Industrie und Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten, die zirkul\u00e4re Bio\u00f6konomie in bestehende Kreisl\u00e4ufe zu implementieren und letztlich unsere Zukunft gr\u00fcner zu gestalten. Daher stand die diesj\u00e4hrige <strong><span style=\"color: #008080;\">CLIB International Conference<\/span><\/strong>, die am 21. und 22. Februar in D\u00fcsseldorf stattfand, unter dem Thema <strong><span style=\"color: #008080;\">\u201eBiomanufacturing a greener future\u201c<\/span><\/strong>. \u00a0Die Konferenz fokussierte auf die zentralen Herausforderungen, mit denen wir in diesem Prozess aktuell konfrontiert sind, pr\u00e4sentierte aber auch vielversprechende L\u00f6sungsans\u00e4tze. In seiner Einleitung hob <strong><span style=\"color: #008080;\">CLIB-Vorstandsvorsitzender Roland Breves<\/span><\/strong> hervor, dass das vergangene Jahr 2023 das w\u00e4rmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war und somit die Transformation der auf fossilen Brennstoffen basierenden Industrie hin zu einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft unabdingbar sei. Aus unterschiedlichen Perspektiven widmeten sich die mehr als 200 Teilnehmenden und Vortragenden daher der Frage, wie Biomanufacturing die Transformation hin zu einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie voranbringen kann und wie wir alle dazu beitragen k\u00f6nnen. Besonders aktiv waren dabei die <strong><span style=\"color: #008080;\">Firjan &#8211; Delegationsbesucher aus Brasilien<\/span><\/strong>, deren Reise zum Austausch \u00fcber die regulatorischen Herausforderungen der Bio\u00f6konomie sowie \u00fcber die besten Mittel zur F\u00f6rderung der Internationalisierung von Zenit koordiniert wurde.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #008080;\">Mona Neubaur<\/span><\/strong>, Ministerin f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte in ihrer Videobotschaft an die Teilnehmenden ebenfalls, dass Nachhaltigkeit einen ganzheitlichen Kreislaufansatz erfordere und nicht nur den Austausch einer Ressource gegen eine andere bedeuten k\u00f6nne. Der industriellen Biotechnologie komme dabei eine wichtige Rolle zu, um diesen nachhaltigen zirkul\u00e4ren Ansatz zu etablieren.<\/p>\n<p>In der Opening Session betonten zwei hervorragende <strong><span style=\"color: #008080;\">Keynote Sprecher<\/span><\/strong> in ihren Vortr\u00e4gen, welche zentrale Rolle die Gesellschaft zur Implementierung einer zirkul\u00e4ren Bio\u00f6konomie einnimmt und wie regulatorische H\u00fcrden dem erfolgreichen Einsatz von unterschiedlichen Rohstoffen und Technologien im Wege stehen. <strong><span style=\"color: #008080;\">Markus Wolperdinger<\/span><\/strong> vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Grenzfl\u00e4chen- und Bioverfahrenstechnik IGB ging dar\u00fcber hinaus in seinem Vortrag darauf ein, welche zentrale Rolle Biofoundries bei der Implementierung von biotechnologischen Innovationen spielen k\u00f6nnen und dass insbesondere das Kreislaufdenken, vor allem bei den zu verwendenden Rohstoffen, eine zentrale Rolle spielt. Hinsichtlich des erforderlichen gesellschaftlichen Dialogs setze er sich daf\u00fcr ein, mehr auf die L\u00f6sungen zu fokussieren und weniger die Probleme in den Vordergrund zu stellen. <strong><span style=\"color: #008080;\">Hannelore Daniel<\/span><\/strong> von der TU M\u00fcnchen Life Sciences wiederrum zeigte eindrucksvoll auf, wie das aktuelle Ern\u00e4hrungsverhalten der Konsumenten sowie die Herstellungsverfahren unterschiedlicher Nahrungsmittel in gro\u00dfem Ma\u00dfe zur Erzeugung von Treibhausgasemissionen beitragen. Nicht nur eine \u00c4nderung der Rohstoffbasis (z.B. Algen, Insekten und unterschiedliche Seitenstr\u00f6me), sondern auch neue Herstellungsverfahren (wie z.B. Indoor-Farming und zellbasierte Technologien) k\u00f6nnen sich signifikant positiv auf die CO<sub>2<\/sub>\u00a0Bilanz auswirken und zur Etablierung einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft beitragen. Eine Ver\u00e4nderung des Konsumverhaltens k\u00f6nne aber eben nur mit einer umfassenden und fr\u00fchzeitigen Bildung und Aufkl\u00e4rung bewerkstelligt werden.<\/p>\n<p>In den beiden nachfolgenden Sessions, <strong><span style=\"color: #008080;\">\u201eLowering the innovation barrier: enzymes in biomanufacturing\u201c <\/span><\/strong>und <strong><span style=\"color: #008080;\">\u201eFrom thin air to solid value: using C1 feedstocks\u201c<\/span><\/strong> am ersten Konferenztag wurden zum einen der Einsatz von Enzymen und zum anderen von C1 Rohstoffen f\u00fcr Biomanufacturing Prozesse in den Vordergrund gestellt. Die Sprecher aus Industrie und Akademia diskutierten intensiv mit den interessierten Teilnehmern aus 16 L\u00e4ndern \u00fcber die Herausforderungen und Chancen, die der Einsatz ihrer innovativen biotechnologischen Produktionsverfahren und Katalysatoren oder die Verwendung von nicht-fossilen alternativen Rohstoffen mit sich bringen.<\/p>\n<p>Der erste Konferenztag endete mit einer spannenden und lebhaften <strong><span style=\"color: #008080;\">Panel Diskussion<\/span><\/strong>, moderiert von <strong><span style=\"color: #008080;\">Martin Langer<\/span><\/strong> von der BRAIN Biotech AG. <strong><span style=\"color: #008080;\">Ute Schick<\/span><\/strong> von der Evonik Industries AG stimmte die Teilnehmer in einem kurzen Vortrag auf die Diskussion zum Thema <strong><span style=\"color: #008080;\">\u201eImplementing biomanufacturing: national and international effort?\u201c<\/span><\/strong> ein. Sie stellte deutlich heraus, dass es einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Beh\u00f6rden und Unternehmen bed\u00fcrfe, um innovative und nachhaltige Produkte schneller auf den Markt zu bringen.<\/p>\n<p>Zusammen mit den anderen Podiumsteilnehmern <strong><span style=\"color: #008080;\">J\u00fcrgen Eck<\/span><\/strong> von der bio.IMPACT GmbH, <strong><span style=\"color: #008080;\">Max Kroymann<\/span><\/strong> vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz, <strong><span style=\"color: #008080;\">Mary McCarthy<\/span><\/strong> von Sofinnova Partners und <strong><span style=\"color: #008080;\">Mariagiovanna Vetere<\/span> <\/strong>von NatureWorks LLC vertrat sie den Standpunkt, dass es, neben den dringend auszur\u00e4umenden regulatorischen H\u00fcrden in Deutschland und Europa, sehr wichtig sei, die bio\u00f6konomischen, biotechnologischen und zirkul\u00e4ren Ans\u00e4tze schon fr\u00fch in der schulischen Bildung zu implementieren. Die <strong><span style=\"color: #008080;\">Akzeptanz der Konsumenten<\/span><\/strong> von alternativen, nachhaltigen Produkten, die m\u00f6glicherweise zun\u00e4chst nicht preiskompetitiv zu den fossil-basierten Produkten sind, stelle den Schl\u00fcssel dar, um die Transformation der Industrie bis 2035 \u00fcberhaupt m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<p>Der zweite Tag der Konferenz wurde mit einem spannenden Keynote-Vortrag zum <strong><span style=\"color: #008080;\">Einsatz von Enzymen am Beispiel der Textilindustrie<\/span> <\/strong>eingeleitet. <strong><span style=\"color: #008080;\">Karl-Erich Jaeger<\/span><\/strong> von der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf und <strong><span style=\"color: #008080;\">Nasanin Ansari<\/span><\/strong> von der Schoeller Textil AG stellten in ihrer gemeinsamen Pr\u00e4sentation die erfolgreiche Zusammenarbeit auf diesem Gebiet im Projekt FutureEnzyme heraus. Professor Jaeger pr\u00e4sentierte die beeindruckende Kollektion von Enzymen, die im Rahmen des Projektes untersucht worden sind und stellte die vielf\u00e4ltigen etablierten Technologien vor, um Enzyme f\u00fcr unterschiedliche Anwendungen zu charakterisieren und zu optimieren. Der Einsatz von Enzymen in der Textilindustrie stellt eines dieser Anwendungsbereiche dar. 10% der weltweiten Treibhausgasemissionen resultieren aus der Bekleidungs- und Schuhindustrie. F\u00fcr einen Textilhersteller wie Schoeller bietet der Einsatz von Enzymen M\u00f6glichkeiten, z.B. den Wasserverbrauch in F\u00e4rbeprozessen zu reduzieren oder auch die Reinigung von synthetischen Materialien nachhaltiger zu gestalten.<\/p>\n<p>Die Sprecher der nachfolgenden Session \u201e<strong><span style=\"color: #008080;\">A tasty future: biotechnology for sustainable foods\u201c<\/span><\/strong> pr\u00e4sentierten eindrucksvoll, welche bedeutende Rolle biotechnologische Prozesse f\u00fcr die Herstellung von nachhaltigen Lebensmitteln haben. Neben der mikrobiellen Herstellung von Casein und der Nutzung von Mikroalgen zur Proteinherstellung wurde der Einsatz von Technologien wie Automatisierung, Data Science, Maschine Learning und Gene Editing vorgestellt. Durch zahlreiche Fragen und Diskussionsbeitr\u00e4ge zeigte das Fachpublikum auch am zweiten Tag der Konferenz gro\u00dfes Interesse an den angesprochenen Themen.<\/p>\n<p>In der letzten Session der Konferenz <strong><span style=\"color: #008080;\">\u201eClosing the loop: designing circular products\u201c<\/span><\/strong> standen das Design und die Herstellung von zirkul\u00e4ren Produkten im Fokus. Der Bedarf an nachhaltigen Produkten ist enorm, sodass sich eine Vielzahl an Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen damit besch\u00e4ftigen den Einsatz neuer Rohstoffe oder technologischer Ans\u00e4tze f\u00fcr mehr Zirkularit\u00e4t voranzutreiben. Dazu z\u00e4hlt z.B. der Einsatz von Insekten zur Herstellung von Beschichtungen und Additiven oder die Verarbeitung von Lignin, welches unter anderem als komplexes Nebenprodukt der Papier- und Zellstoffindustrie anf\u00e4llt. Neben der Herstellung ist aber auch die Recyclingf\u00e4higkeit entscheidend f\u00fcr ein nachhaltiges Produkt. Diesbez\u00fcglich stellten <strong><span style=\"color: #008080;\">Adrian Brandt<\/span><\/strong> und <strong><span style=\"color: #008080;\">Roland Breves<\/span><\/strong> von Henkel AG &amp; Co. KGaA Ans\u00e4tze f\u00fcr nachhaltige Klebstoffe vor.<\/p>\n<p>Eingerahmt wurde die Konferenz von vielen Netzwerkpausen, die intensiv von allen Teilnehmern genutzt wurden, um sich mit bekannten und auch neuen Partnern aus der gro\u00dfen CLIB-Community auszutauschen. Zum Abschluss der Konferenz wurde dies noch einmal intensiviert. Ein neues Format, die <strong><span style=\"color: #008080;\">\u201eTopic Lounges\u201c<\/span><\/strong>, bot die M\u00f6glichkeit sich zu den spezifischen Themen der Konferenz-Sessions mit anderen interessierten Fachkollegen auszutauschen. Die CIC2024 endete nach zwei intensiven und spannenden Konferenztagen mit inspirierenden Kontakten und neuen Ideen f\u00fcr eine nachhaltigere gr\u00fcnere Zukunft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-17068 size-large\" src=\"https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-1030x581.jpg\" alt=\"\" width=\"1030\" height=\"581\" srcset=\"https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-1030x581.jpg 1030w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-768x434.jpg 768w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-1536x867.jpg 1536w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-2048x1156.jpg 2048w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-1500x847.jpg 1500w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-705x398.jpg 705w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-450x254.jpg 450w, https:\/\/www.clib-cluster.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/CIC2024_Website-1-600x339.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biomanufacturing stellt ein m\u00e4chtiges Werkzeug dar, um unsere Industrie und Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten, die zirkul\u00e4re Bio\u00f6konomie in bestehende Kreisl\u00e4ufe zu implementieren und letztlich unsere Zukunft gr\u00fcner zu gestalten. 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