BIOTRANSFORM-Projekt abgeschlossen

Bild: Q-Plan

Nach 32 Monaten engagierter Arbeit ist das von der EU finanzierte Projekt BIOTRANSFORM nun abgeschlossen. Während dieser Zeit hat das Projektkonsortium daran gearbeitet, sowohl politische Entscheidungsträger als auch Unternehmen dabei zu unterstützen, den Übergang von linearen, fossilbasierten Wertschöpfungsketten zu zirkulären, biobasierten Systemen in der gesamten EU voranzutreiben. Das Projekt hat wichtige Ergebnisse hervorgebracht, darunter eine umfassende Methodik zur Bewertung der Nutzung von Biomasse-Reststoffen und wichtige politische Empfehlungen zur Beschleunigung der Transformation zur Bioökonomie.

BIOTRANSFORM untersuchte sechs Fallstudien aus verschiedenen europäischen Ländern und Regionen – Österreich, Tschechien, Finnland, Deutschland, Griechenland und Spanien –, die jeweils einzigartige Herausforderungen im Bereich der Biotransformation in Sektoren wie Forstwirtschaft, Olivenanbau, Agrar- und Lebensmittelindustrie sowie Ligninverarbeitung darstellen.

Die Auswahl und Entwicklung der Fallstudien erfolgte nach einer im Rahmen des Projekts entwickelten Methodik und basierte auf einer regionalen Datenbasis, der Analyse lokaler Biomassepotenziale und der intensiven Einbeziehung von Experten und regionalen Interessengruppen. Mögliche Transformationspfade wurden mit Hilfe des BIOTRANFORM-Bewertungspakets im Hinblick auf Materialflüsse, logistische Aspekte und ihre wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen analysiert.

Dies führte zu einer Reihe relevanter Fallstudien, die die Herausforderungen und das Potenzial der jeweiligen Regionen widerspiegelten.

Für NRW untersuchte CLIB das zusätzliche Wertschöpfungspotenzial von Nebenströmen aus der Zuckerproduktion. In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Professor Michael Zavrel an der Technischen Universität München wurde die Weiterverarbeitung von Zuckerrübenschnitzeln zu Milchsäure, integriert in die Zuckerrübenverarbeitung, untersucht.

Die Ergebnisse der regionalen Fallstudien flossen auch in Policy Briefs und Empfehlungen für regionale Entscheidungsträger ein.

Eine unterstützende Politikgestaltung bleibt eine zentrale Herausforderung für den Übergang zur Bioökonomie, insbesondere auf regionaler Ebene. Fragen der Einbindung von Interessengruppen, der politischen Vision und der ressortübergreifenden Zusammenarbeit sind von zentraler Bedeutung für die Schaffung eines erfolgreichen Rahmens für die zirkuläre Bioökonomie.

CLIB bedankt sich bei allen Projekt- und assoziierten Partnern von BIOTRANSFORM. Es war eine Freude, mit einem so engagierten Team an der Transformation hin zur zirkuläre Bioökonomie zusammenzuarbeiten. Das breite Spektrum an Know-how im Konsortium war unabdingbar für das Erreichen der gemeinsamen Ziele. Durch diese CSA konnte CLIB Informationen über die Bioökonomie in seinem Heimatbundesland NRW sammeln, Kontakte zu relevanten Interessengruppen knüpfen und gemeinsam mit ihnen potenzielle Transformationspfade identifizieren und bewerten. Dies half uns, Hindernisse zu identifizieren, führte aber auch zu einem besseren Verständnis unter den Interessengruppen, welche Schritte unternommen werden müssen, um die Transformation in der Region zu verwirklichen.

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Bioökonomie nicht nur regional, sondern auch im EU-Kontext ein Erfolg wird. Informieren Sie sich über unsere Projekte TransBIB oder BIOECONOMY GIANTS (Website in Kürze verfügbar) fin denen wir diese Ziele weiter verfolgen.