CIC 2026 – „Integrating Biotech – novel feedstocks, technologies and markets“

Mit über 180 Teilnehmenden aus Industrie, Wissenschaft und Politik fand die diesjährige zweitägige CIC‑Konferenz in Düsseldorf unter dem Motto „Integrating Biotech – novel feedstocks, technologies and markets“ statt. Im Mittelpunkt standen die Frage, wie biotechnologische Innovationen in neue Rohstoffquellen, Technologien und Märkte integriert werden können, sowie die Rolle politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Zum Auftakt setzten drei Impulse aus NRW, dem Bund und der EU wichtige politische Akzente. Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft in NRW, hob die Rolle der industriellen Biotechnologie für die wirtschaftliche Transformation hervor und verwies auf zentrale Projekte und Infrastrukturen in der Region. Max Kroymann (BMWE) stellte die wachsende Bedeutung der Biotechnologie in Deutschland heraus und zeigte aktuelle Entwicklungen in Förderprogrammen und strategischen Initiativen des Bundes auf. Maarit Nyman (EU, DG GROW) gab einen Einblick in europäische Aktivitäten zur Stärkung der Biotechnologie und Bioökonomie. Sie betonte die Bedeutung eines innovationsfreundlichen Umfelds zur Stärkung einer resilienten und wettbewerbsfähigen europäischen Industrie.

Im Anschluss rückten fachliche Themen in den Vordergrund. Zum Einstieg boten zwei eindrucksvolle Keynotes von Simon Klaffl und Peter Seeberger einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven in Biotechnologie und chemischer Industrie. Dabei wurden sowohl innovative Strategien zur Skalierung biotechnologischer Prozesse als auch umfassende Konzepte für eine nachhaltige Transformation der chemischen Industrie vorgestellt.

Die anschließenden Sessions befassten sich mit der Integration von KI in biotechnologische Prozesse und mit der Nutzung neuartiger gasförmiger Kohlenstoffquellen, die neue industrielle Potenziale eröffnen. Diskutiert wurde unter anderem, wie datengetriebene Modelle Entwicklungszyklen verkürzen und wie Hürden zur Integration von gasförmigen Feedstocks überwunden werden können. Den Abschluss des Tages bildete eine lebhafte Paneldiskussion, die sich der Frage widmete, wie Biotechnologie erfolgreich in den Markt gelangen kann. Von Skalierungshürden über Investitionsklima bis zu politischen Rahmenbedingungen wurden die zentralen Erfolgsfaktoren diskutiert.

Der zweite Tag startete mit einer inspirierenden Keynote von Lukas Reisky, der die Aktivitäten von Covestro im Bereich der Biotechnologie darstellte. Dies leitete über in die Diskussion zu Verbundkonzepten und die Einbettung biotechnologischer Prozesse in Chemieparks. Dabei zeigte sich, dass Infrastruktur, Ressourcenteilung und flexible Produktionskonzepte für den industriellen Einsatz von Biotechnologie zentral sind. Anschließend ging es um neue Anwendungen und zukünftige Märkte – von innovativen Materialien bis zu Plattformchemikalien – und damit um konkrete Beispiele für den Transfer aus der Forschung in die Praxis.

Insgesamt war die Konferenz geprägt von inspirierenden Beiträgen, intensiven Diskussionen und einer hervorragenden Networkingatmosphäre. Unser Dank gilt allen Speaker:innen, Moderator:innen und Panellist:innen, die dieses Programm möglich gemacht haben, sowie allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die konstruktive Energie!

Detaillierte Informationen über alle Präsentationen erhalten unsere Mitglieder und alle Teilnehmer:innen im Special Insight im März 2026.