Startschuss für die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach – ein Real World Lab für nachhaltige Textilproduktion

Am 26. März 2026 wurde im TextilTechnikum des Monforts-Quartiers, zwischen historischen Textilmaschinen, die Textilfabrik 7.0 (T7) offiziell ins Leben gerufen – ein Projekt, das darauf abzielt, die Textilindustrie in eine klimaneutrale, kreislaufwirtschaftliche und digitale Zukunft zu führen.  

Im Mittelpunkt der T7 stehen die CLIB-Mitglieder Hochschule Niederrhein und das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, deren Fachwissen in den Bereichen Textiltechnologien, Bioökonomie und Digitalisierung das Innovationskonzept vorantreibt. Gemeinsam mit den anderen Partnern werden sie mit der Industrie zusammenarbeiten, um durch Design- und Ingenieurdienstleistungen Lösungen neue Ansätze für nachhaltige Textilien zu realisieren.  

Mit seinem „Real-Labor“-Ansatz ermöglicht T7 die Vor-Ort-Erprobung modernster Technologien unter industriellen Bedingungen. Zu den Kernmodulen gehören: 

  • Biosphere: Fokus auf biobasierte Rohstoffe und biotechnologische Umwandlung  
  • On-Demand-Fertigung: Ermöglicht eine anpassungsfähige, abfallarme Produktion, die auf den Echtzeitbedarf zugeschnitten ist  
  • Mikrofabrik-Konzepte: Flexible, dezentrale Produktionseinheiten, die sich schnell umstellen lassen 
  • Digital Textiles: Intelligente Gewebe, integriert mit digitalen Prozessen  

Vertreter aus Industrie, Forschung, Start-ups und regionalen Interessengruppen nahmen am „Textile Roundtable“ teil, der von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier organisiert wurde, um die Textilfabrik T7 offiziell zu starten. CLIB unterstützte die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag zum Thema „Biotechnologie: Mikroben und Materialien für eine innovative Textilwirtschaft“.  

Im Rahmen einer Reihe von Workshops wurden die Teilnehmer dazu eingeladen, Beiträge zu den verschiedenen Modulen zu leisten. In den Workshops zum Thema Biosphäre konzentrierte sich die Diskussion auf die aus Sicht der Industrie wichtigsten Aspekte: Welche Textilabfallströme sollten vorrangig für das Recycling in Betracht gezogen werden, welche Prozessgrößen sind für industrielle Demonstrationsanlagen ideal und welche praktischen Anforderungen gelten für die Umsetzung im industriellen Maßstab? 

Die historische T7-Halle bot einen symbolträchtigen Rahmen, der zum einen das jahrhundertelange textile Erbe der Region, aber auch das Streben nach einer nachhaltigen Zukunft verband.  

Dieser Auftakt markiert den Beginn des klimaneutralen T7 Textile Technology & Development Center. Darauf folgt die Errichtung eines emissionsfreien, digital vernetzten Gewerbegebiets (2029–2033) in Mönchengladbach, wo die T7-Partner die Gründung innovativer Start-ups und die Ansiedlung industrieller Aktivitäten anstreben. Dies schafft die Grundlage für eine nachhaltige, widerstandsfähige und zukunftssichere Textilproduktion im Rheinischen Revier – und wir sind freuen uns, dass CLIB-Mitglieder dabei eine zentrale Rolle spielen. 

 

Mehr Informationen auf der T7 Webseite, oder in der gemeinsamen Presseerklärung des Instituts für Textiltechnik ITA der RWTH Aachen (hier) und der Hochschule Niederrhein (hier).